Was tut der Arzt bei Borreliose?

Wenn Sie keine Zeckenpinzette in Ihrer Hausapotheke haben, sollten Sie sofort zur nächsten Apotheke bzw. zum Arzt gehen, um sich das Tier fachmännisch entfernen zu lassen. Dazu ist am besten eine spezielle Zeckenpinzette bzw. Zeckenzange geeignet. Je früher die Zecke aus der Haut herausgezogen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit Borrelien infiziert zu werden.

Im Stadium I der Erkrankung verordnet der Arzt die Antibiotika Doxycyclin oder Erythromycin, in der Regel für ein bis zwei Wochen.

Befindet sich die Borreliose schon im Stadium II oder III, wird hochdosiert Penicillin oder Ceftriaxon gegeben.

Zu Beginn einer Borreliose-Infektion ist für den Arzt überhaupt nicht absehbar, ob der betroffene Patient die Krankheit aus eigener Kraft überwinden kann oder nicht. Es ist zwar im Bereich des Möglichen, dass die Infektion selbstlimitierend verläuft und ein Antibiotikum dann nicht nötig gewesen wäre, es kann aber auch sein, dass die Borreliose zum Stadium II oder III fortschreitet. Angesichts der schweren Spätschäden wäre es unverantwortlich, auf Antibiotika zu verzichten. Die Borreliose ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Antibiotika, auch wenn sie oftmals zu schnell und zu leichtfertig verschrieben werden, wertvolle und unverzichtbare Arzneimittel sind, die dem betroffenen Patienten schwere Spätschäden ersparen können.

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