Medikamentöse Therapie bei Kiefergelenkschmerzen: palmitoylethanolamid

Die medikamentöse Behandlung von Kiefergelenkschmerzen zeigt deutliche Unterschiede zu entsprechenden Strategien bei der Behandlung von Kaumuskelschmerzen. Eine aktuelle systematische Literaturrecherche listet die verfügbaren Artikel über randomisierte kontrollierte Studien zum Thema Arthralgie der Kiefergelenke auf und bewertet diese. Auf der Basis der wenigen verfügbaren Studienartikel scheinen nichtsteroidale Antiphlogistika (NSA) wirksam zu sein, wobei Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen zu beachten sind. Die Schnelligkeit des Wirkungseintritts bei NSA scheint sich gegenüber anderen Therapiemaßnahmen zu unterscheiden und das Ausmaß der Nebenwirkungen kann durch die Wahl der Anwendungsform (orale versus topische Applikation) verringert bzw. verändert werden.

Palmitoylethanolamid (PEA) als diätetisches Nahrungsmittel für spezielle medizinische Zwecke weist offenbar ebenfalls ein positives Potential bei der Behandlung der Kiefergelenkarthralgie auf, das durch weitere Studien einer Bestätigung bedarf.

Alfons Hugger, Hans J. Schindler, Jens C. Türp, Sybille Hugger: Medikamentöse Therapie bei Kiefergelenkschmerzen. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes. 2013;107(4-5):302-8. doi: 10.1016/j.zefq.2012.12.003. Epub 2013 Jan 11.

Arthralgie; Kiefergelenkschmerz; medikamentöse Behandlung; Myoarthropathie; kraniomandibuläre Dysfunktion; Therapieempfehlung

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