Palmitoylethanolamid kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen sinnvoll eingesetzt werden

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Palmitoylethanolamid: bei einer Vielzahl von Erkrankungen sinnvoll

Palmitoylethanolamid kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen sinnvoll eingesetzt werden, die mit Schmerzen oder Entzündungen einhergehen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema wurden 2012 und 2013 in zwei Monografien über Palmitoylethanolamid behandelt.

Insgesamt wurden seit 1972 Dutzende klinischer Studien publiziert, mit denen bei Tausenden Patienten die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Palmitoylethanolamid u. a. bei chronischen Schmerzstörungen (aber auch bei akuteren Zuständen wie z. B. Grippe oder Erkältung) nachgewiesen wurde. Es handelt sich um eine bedeutsame neue, von Nebenwirkungen freie Behandlungsmöglichkeit für Schmerzen und um einen großen Durchbruch auf dem Gebiet der Bekämpfung chronischer Schmerzen.

Palmitoylethanolamid ist eine Verbindung, die im Lauf der Evolution vor Hunderten Millionen Jahren zuerst von Hohltieren, bestimmten im Meer lebenden Wirbellosen, gebildet wurde. Sogar Einzeller wie Hefezellen produzieren Palmitoylethanolamid. Die zell- und gewebeschützende Wirkung von Palmitoylethanolamid wurde darauf in der Evolution von vielen Lebewesen aufgenommen, und das erklärt auch das Fehlen von Nebenwirkungen und die besonders breite Anwendbarkeit.

PEA: präventiven und therapeutischen Wirkungen von Palmitoylethanolamid

Die präventiven und therapeutischen Wirkungen von Palmitoylethanol-amid sind vor allem auf seine biologische Aktivitat zurückzuführen. Palmitoylethanolamid normalisiert nämlich aus dem Gleichgewicht gebrachte biologische Prozesse wie z. B. chronische Entzündungen oder durch Traumata oder Sauerstoffmangel bedingte Schädigungen. Dies geschieht unter anderem über die Einwirkung auf einen bestimmten Kernrezeptor, der als PPAR-Rezeptor bezeichnet wird. Dieser Kernrezeptor stellt das Gleichgewicht in den gestörten Zellen wieder her, wodurch diese keine übermäßigen Entzündungsfaktoren und schmerzfördernden Substanzen mehr produzieren. Die Aktivierung dieses Kernrezeptors spielt daher
bei der Schmerzstillung eine wichtige Rolle.

Palmitoylethanolamid kann in vielen Zellen gebildet werden und auf diese Weise bei chronischen schmerzbeschwerden wirksam sein. Es ist nämlich Bestandteil eines natürlichen körpereigenen Anti-Schmerz-Systems.

Bei jedem chronischen Schmerzsyndrom werden bestimmte Zellen, die bei Entzündungen eine Rolle spielen, übermäßig aktiviert, so die Mastzellen und die Gliazellen. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass diese von den Neuronen abzugrenzenden Zellen im Nervengewebe chronische Schmerzen aufrechterhalten. Daher ist es sehr wichtig, diese aktivierten inflammatorischen Zellen in ihrer übermäßigen Aktivität zu bremsen. Und genau das macht Palmitoylethanolamid. Es bringt diese Zellen wieder zur Ruhe, wodurch sich chronische Schmerzsysteme im Körper erheblich verringern.

Neben dem beruhigenden Einfluss auf u. a. Mastzellen und Gliazellen wurden inzwischen noch viele weitere Wirkungsmechanismen identifiziert.

Entzündungs-hemmende, zellschützende und schmerz-stillende Wirkung

Palmitoylethanolamid hat eine entzündungs-hemmende, zellschützende und schmerz-stillende Wirkung. Darüber hinaus wirkt es auch antikarzinogen, neuroprotektiv und neuro-regenerativ. Es bringt gestörte Körperprozesse wieder ins Gleichgewicht. Dadurch lässt sich Palmitoylethanolamid bei vielen Krankheits-bildern einsetzen.

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