Information für Fachärzte, Hausärzte und Apotheker: Palmitoylethanolamid

Information für Fachärzte, Hausärzte und Apotheker: Palmitoylethanolamid, ein EBM schmerzstillendes Supplement ist als PeaPure® erhältlich

Palmitoylethanolamid als Supplement PeaPure®: in den Niederlanden hergestellt.

Palmitoylethanolamid ist seit 2012 weltweit als schmerzstillendes Ergänzungsmittel in  PeaPure erhältlich. PeaPure wird in einer GMP zertifizierten Anlage in den Niederlanden produziert. PEA wurde in einem unabhängigen amerikanischen Labor auf Reinheit getestet. Das Analysezertifikat befindet sich auf der Website des Lieferanten von PeaPure® JP Russell Science Ltd: www.RS4supplements.com

PeaPure enthält ausschließlich die reine, natürliche und körpereigene  Substanz Palmitoylethanolamid in Kapseln zu 400 mg.

Über den Webshop von JP Russell Science (www.RS4supplements.com) ist PeaPure erhältlich.

Von PeaPure sind weder negative Wechselwirkungen bekannt, noch nennenswerte Nebenwirkungen. Palmitoylethanolamid wird ganz einfach in jeder Körperzelle aus Membranlipiden aufgebaut und durch körpereigene Enzyme über das Cytoplasma abgebaut.

Eine hepatische oder renale Klarierung ist also nicht notwendig.

Es wurde eine Reihe von interaktionalen Studien mit anderen Schmerzstillern durchgeführt, wie u. a. Pregabalin und Oxycodon, aus denen sich immer wieder ergibt, dass Palmitoylethanolamid die schmerzstillende Wirkung anderer Analgetika unterstützt und dass die Mittel gut zusammen verabreicht werden können.

Dosierung von PeaPure 

 Eine geeignete Anfangsdosierung ist 3 Mal täglich 400 mg PeaPure, eventuell 2 Mal morgens eine Kapsel und 1 Kapsel abends; die Wirkung entfaltet sich erst allmählich, weil Palmitoylethanolamid durch eine biologische Modulation einer Reihe von intrazellulärer und Membrantargets wirkt.

Bei manchen Patienten ist sogar innerhalb weniger Tage bereits ein Effekt zu sehen, weil PEA auch über einige schnelle Wirkungsweisen, Ionenkanäle und den TRPV1 Rezeptor wirkt.

Empfohlen wird Palmitoylethanolamid 2 Monate einzunehmen (einnehmen zu lassen) und in dem Zeitraum gemeinsam mit dem Patienten zu evaluieren ob eine Fortsetzung der Einnahmedosis sinnvoll ist oder ob eine Dosisanpassung vorzunehmen ist oder ob die Einnahme beendet werden soll. Die meisten Patienten stellen eine schmerzstillende Wirkung innerhalb von 1-3 Wochen fest, aber bei manchen Patienten dauert es länger, ehe sich der schmerzstillende Effekt einstellt.

Mehr über Palmitoylethanolamid

Palmitoylethanolamid (PEA) ist eine entzündungshemmende natürliche / körpereigene Substanz.

Der Stoff Palmitoylethanolamid wurde erstmals im Jahre 1957 (1) beschrieben.  Über PEA als Schmerzstiller erschien erstmals 1975 ein Artikel in ‘the Lancet’.

Prof. Rita Levi-Montalcini

Prof. Rita Levi-Montalcini

Durch die Forschungen von Frau Professor Dr. Rita Levi-Montalcini (Nobelpreisträgerin der Medizin im Jahr 1986) wurde die Wirkungsweise von PEA 1993 bekannt (2).

Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden zahlreiche klinische Studien durchgeführt, in denen die Sicherheit und die Wirksamkeit dieser körpereigenen Substanz bei rund 4000 Patienten untersucht wurde. Weil die Mehrzahl dieser Studien  von Ärzten durchgeführt wurde, deren Muttersprache nicht Englisch ist, war die Berichterstattung im Englischen bei vielen dieser Studien beschränkt. Häufig erschienen diese Studien in italienischen und spanischen Zeitschriften für Neurologie oder Anästhesiologie. Das hat sich seit 2010 geändert.

In Pubmed sind inzwischen (anno 2013) mehr als 350 Artikel über PEA zu finden, darunter zahlreiche Artikel über die klinische Relevanz. Die umfangreichste klinische placebo-kontrollierte Studie umfasste 636 Patienten mit ernsten Schmerzzuständen verursacht durch Hernia. (3)

 Bei den unten angegebenen Referenzen befindet sich eine klinische Zusammenfassung dieser und aller anderen Studien, die auf dem Gebiet der schmerzstillenden Wirkung von Palmitoylethanolamid (3) durchgeführt wurden.  Außerdem finden Sie einen Bericht über die Erfahrungen mit dieser Substanz bei einer Reihe niederländischer Patienten mit unterschiedlichsten Schmerzsyndromen (4).

Palmitoylethanolamid kann zuverlässig eingesetzt werden und ist deutlich wirksam bei chronischen Schmerzzuständen.

Die ‘Numbers Needed to Treat’ (NNT) von Palmitoylethanolamid ist 1.5. Damit gehört PEA zu einem der wirksamsten Schmerzmittel bei neuropathischen Schmerzen. Diese Ergebnisse wurden erstmals im Jahr 2011 auf dem italienischen Neurologen- und Anästhesiologenkongress SIAARTI vorgestellt. Palmitoylethanolamid ist mit einem solchen NNT-Wert eine ganz besondere Bereicherung der Behandlung von chronischen und neuropathischen Schmerzzuständen.

 Palmitoylethanolamid: ausführliche Übersichten und Quellen verfügbar

 Die Übersichten unter Nummer 3 und 4 sind über das Internet frei erhältlich in sogenannten ‘open source journals’.

 Literatur PEA 

  1. Kuehl, F.A., Jacob, T.A., Ganley, O.H., Ormond, R.E., Meisinger, M.A.P. 1957. The identification of N-2-hydroxyethyl-palmitamide as a natural occurring antiinflammatory agent. Journal of the American Chemical Society 79:5577-5578
  2. Aloe,L., Leon, A., Levi-Montalcini, R. 1993 A proposed autacoid mechanism controlling mastocyte behaviour. Agents and actions 39:C145–C147.
  3. Keppel Hesselink,, J.M. 2012. New Targets in Pain, Non-Neuronal Cells, and the Role of Palmitoylethanolamide. Open Pain Journal 5: 12-23 
  4. Keppel Hesselink, J.M., Hekker, T.A. 2012. Therapeutic utility of palmitoylethanolamide in the treatment of neuropathic pain associated with various pathological conditions: a case series Journal of Pain Research 5:437 – 442

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