PEA: eine neues vielversprechendes Mittel fuer MS

Palmitoylethanolamide (PEA) ist eine neues vielversprechendes Mittel gegen Schmerz und gegen Entzündungen. Die Handelsnamen sind PeaPure und fuer Italien und Spanien een PEA-houdend product.

Als Supplement ist es ohne Rezept zu erhalten. Patienten mit MS – Schmerzen und Spasmen können durch die Mittel Erleichterung erfahren. In Italien arbeiten viele Neurologen mit diesem Mittel und sowohl Patienten als auch Neurologen sind positiv darüber.

Auf einem Kongress wurden vor kurzem zum Beispiel die Resultate von 20 Patienten vermeldet, von denen ein großer Teil eine deutliche Schmerlinderung erfahren hat, so wie in der Tabelle ersichtlich ist. Man kann auch sehen, dass kein einziger der Patienten überhaupt keinen Effekt fühlte.

Schmerzen und Spasmen erschweren das Leben von einer großen Zahl Menschen mit MS. Spasmen bei MS formen ein großes Problem und die Mittel, die dafür erhältlich sind, funktionieren nicht immer ausreichend, oder haben starke Nebenwirkungen. Die Spasmen können außerdem auch noch sehr schmerzhaft sein und die Spastik schränkt die Bewegung der Patienten ein.

Auch bei MS Patienten kommen regelmäßig neuropathische Schmerzen vor, brennende schmerzen in den Beinen oder anderen Körperteilen, die nicht immer gut behandelbar sind mit den herkömmliche Schmerzstillern wie Gabapentin und Pregabalin (Lyrica®).

Schmerz und Spasmen bei MS

Bei dieser Art Beschwerden geben niederländische Neurologen vor allem Baclofen und manchmal auch Valium. Das kann helfen aber kann einen auch ziemlich schläfrig machen. Es ist darum wichtig auch andere Behandelformen zu kennen.
Sowohl für die Spastizität, die schmerzhaften Spasmen, als auch für die neuropathischen Schmerzen haben italienische Neurologen an MS Patienten den körpereigenen, entzündungshemmenden und schmerzstillenden Stoff Palmitoylethanolamin (een PEA-houdend product®) gegeben.

PEA: Schmerzlinderung ohne Schläfrigkeit

Aus Untersuchungen ist herausgekommen, dass Spasmen bei MS manchmal mit Cannabis gut zu behandeln sind. Aber nicht alle Patienten möchten Cannabis gebrauchen. Die Patienten aus den Hier folgenden Abschnitten wurden mit Palmitoylethanolamin behandelt, einem einfachen, fetthaltigen Stoff, der auch durch unsere eigenen Zellen hergestellt wird. Diseser Wirkstoff macht weder schläfrig, noch high, noch “stoned”.

Die Resultate der Behandlung mit PEA beschreiben wir hier kurz.

Brennende Beine, MS und gebunden an den Rollstuhl

Ein 37-jähriger Mann mit MS hatte viele Beschwerden durch brennendes Gefühl in den Beinen und die Behandlung mit insgesamt 300 mg Pregabalin hatte nicht ausreichend Effekt. Er wurde danach mit Palmitoylethanolamin behandelt und der brennende Schmerz verminderte deutlich, ebenso wie der unterbrochene Schlaf.

Ein 55-jähriger Mann mit multipler Sklerose seit 15 Jahren ist seit 5 Jahren gebunden an den Rollstuhl. Er hat viele Spasmen, vor allem nachts. Palmitoylethanolamin wurde in einer Dosierung von 300 mg verabreicht, und nach schon 10 Tagen merkte er Patient, dass die Spasmen in Frequenz und Intensität abnahmen. Nach 15 Tagen waren die Spasmen so gut wie völlig verschwunden.

Zehn MS-Patienten mit neuropathischen Schmerzen

In einer Klinik sind die folgenden Resultate erreicht worden mit einer Patientengruppe von 10 MS Patienten, die alle Probleme mit neuropathischen schmerzen und Spasmen haben. Die Behandlung der Spasmen und der neuropathischen Schmerzen mit Gabapentin und Pregabalin hatte keine Wirkung. Zu dieser Diät wurde Palmitoylethanolamin hinzugefügt, was zu einer merklichen Reduktion der Symptome führte.

Endocannabinoide bei MS

Untersuchungen bei Patienten zeigten schon früher, dass das sogenannte endocannabinoide System bei MS anders funktioniert als bei gesunden freiwilligen Teilnehmern, und die Researcher meinten schon damals, dass die cannabisartigen Moleküle die wir selbst im Körper herstellen, die Endocannabinoide, eine nervenschützende und immunmodellierende Wirkung haben könnten bei multipler Sklerose:

Therapies that affect the endocannabinoid (EC) system may have immunomodulatory, symptomatic and neuroprotective effects.(1)

Mäuse mit MS und Palmitoylethanolamin

Es gibt ein sogenanntes Mäusemodell für MS, aus dem deutlich wird, dass Palmitoylethanolamin sowohl die Entzündungsaspekte, die MS ähnlich sind, hemmt, als auch die Lähmungserscheinungen vermindert. Hier eine Reihe Zitate aus dieser Studie:

Increasing evidence from animal studies suggests that cannabinoids could also prove efficient to fight neurodegeneration, demyelination, inflammation and autoimmune processes occurring in this (MS) pathology.

However, the use of cannabinoids is limited by their psychoactive effects. In this context, potentiation of the endogenous cannabinoid signalling could represent a substitute to the use of exogenously administrated cannabinoid ligands.

Here, we studied the expression of different elements of the endocannabinoid system in a chronic model of MS in mice.
We first studied the expression of the two cannabinoid receptors, CB(1) and CB(2), as well as the putative intracellular cannabinoid receptor peroxisome proliferator-activated receptor-alpha. We observed an upregulation of CB(2), correlated to the production of proinflammatory cytokines, at 60 days after the onset of the MS model.

At this time, the levels of the endocannabinoid, 2-arachidonoylglycerol, and of the anti-inflammatory anandamide congener, palmithoylethanolamide, were enhanced, without changes in the levels of anandamide.

Finally, the exogenous administration of palmitoylethanolamide resulted in a reduction of motor disability in the animals subjected to this model of MS, accompanied by an anti-inflammatory effect. This study overall highlights the potential therapeutic effects of endocannabinoids in MS. (2)

Die Autoren sagen zusammengefasst, dass Palmitoylethanolamin einen deutlich entzündungshemmenden Effekt hat in diesem MS Modell.

Es erscheint also auf Basis dieser beiden Studien, dass sowohl im Mäusemodell als auch beim Menschen, der eigene Körper Palmitoylethanolamin einsetzt in einem Versuch der Selbstheilung. Wenn man, wie im Mäusemodell dann extra Palmitoylethanolamin hinzufügt, nimmt die Entzündung ab und die Mäuse werden viel beweglicher, laufen mehr. Die Lähmungserscheinungen nehmen demnach auch ab. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass ein Mäusemodell kein Menschenmodell ist; das heißt dass beim Gebrauch von een PEA-houdend product nicht gezwungenermaßen auch die Lähmungen verschwinden werden!

  1. Jean-Gilles L, Feng S, Tench CR, Chapman V, Kendall DA, Barrett DA, Constantinescu CS. | Plasma endocannabinoid levels in multiple sclerosis. | J Neurol Sci. | 2009 Dec 15;287(1-2):212-5. Epub 2009 Aug 20.
  2. Loría F, Petrosino S, Mestre L, Spagnolo A, Correa F, Hernangómez M, Guaza C, Di Marzo V, Docagne F. | Study of the regulation of the endocannabinoid system in a virus model of multiple sclerosis reveals a therapeutic effect of palmitoylethanolamide. | Eur J Neurosci. | 2008 Aug;28(4):633-41. Epub 2008 Jul 24.

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